Autistische Wahrnehmung und wie dies im Alltag aussieht.
Bevor ich wusste, dass ich ein Autist bin, habe ich mich immer darüber gewundert, wie gut andere Menschen durch ihren Lebensalltag kommen. Da ich ja nicht wusste, dass ich anders bin dachte ich naturgemäß, allen anderen geht es genau so wie mir. Ich zählte zum Beispiel im Büro die Minuten bis zum Feierabend und bis ich endlich nach Hause und mich ausruhen konnte. Mit ziemlichen Erstaunen hörte ich dann immer den Kollegen zu, die sich noch auf ein Bier oder zum Sport verabredeten. Ich hingegen kroch förmlich auf allen Vieren nach Hause und war froh, wenn mich an diesem Tag niemand mehr ansprach. Irgendwie hatten die Kollegen eine geheimnisvolle Methode gefunden, ihre Kräfte über den Arbeitstag besser einzuteilen als ich. Leider konnte ich nie herausfinden, wie diese Methode funktioniert. Ja, konnte es nicht, weil es diese Methode schlicht und ergreifend nicht gab. Heute weiß ich, dass meine Kollegen viel weniger Energie aufwenden mussten um den Tag zu stemmen, ganz einfach weil sie viel weniger wahrnahmen als ich.
In diesem Artikel möchte ich Euch erklären, was ein Asperger-Autist ist und auf eine Reise in meine Welt mitnehmen. Wenn ich früher etwas von Autismus hörte, hatte ich Leute wie Dustin Hoffman in dem Film „Rain Man“ vor Augen, der eine der Hauptrollen in diesem Film spielte. Der Raymond genannte Autist konnte beim Black Jack Karten zählen und verhalf seinem etwas zwielichtigem Bruder zu einer neuen Einnahmequelle. Ansonsten war er kaum allein lebensfähig. Ich hatte also Leute mit einer ziemlich schweren geistigen Behinderung vor Augen. Es ist jetzt etwa ein Jahr her, dass bei mir nach dem ansehen eines Videos…
Warum Obdachlose nicht in Notunterkünfte gehen, ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Hier meine Antwort. Geschätzt leben in Berlin etwa 6.000 Menschen direkt auf der Straße. Dem gegenüber stehen zur Zeit etwa 1.100 Plätze in Notübernachtungen. Nun könnte man meinen, dass es jeden Abend großes Gerangel um diese wenigen Plätze gibt. Doch die Realität sieht so aus, dass die Auslastung nur bei etwa 70 bis 80 Prozent liegt. Mehr als etwa 5.000 Menschen entscheiden sich freiwillig dafür die Nacht lieber irgendwo im Freien zu verbringen, als in diese Unterkünfte zu gehen. Und dafür gibt es gute Gründe.…